Sonntag, November 30, 2014

Was nervt V

Es ist offensichtlich: Ich bin ein sehr positiv denkender Mensch. In allem kann ich nur das Gute sehen. Stets versprühe ich gute Laune und freue mich meines Lebens. Nichts und niemand kann mich und mein Gleichgewicht aus der Ruhe bringen. Immerzu möchte ich mit Alfred Jodokus singen "Warum bin ich so fröhlich?"

Meine Mitmenschen haben wirklich großes Glück mit mir.

Nur hin und wieder - und das wirklich sehr selten - fühle ich mich im Alltag ein wenig provoziert. Als wollte man mir mein Leben absichtlich schwer machen und mir deswegen Steine in den Weg legen. 

Donnerstag, November 06, 2014

Der beste Roman des Jahres


Pünktlich zum ersten September - als die Jury des Deutschen Buchpreises 14 Titel von der Longlist strich, mit ihrer Wahl einen Streit über die Benachteiligung der Frauen im deutschen Literaturbetrieb entfachte und Diskussionen über die Vorhersehbarkeit des Gewinnertitels und das Fehlen, ach, so wichtiger Titel über sich ergehen lassen musste - erschien Edward St. Aubyns neuer Roman mit dem vielversprechenden Titel "Der beste Roman des Jahres". 

Ein Buch, das sich ganz anders als die fünf Romane aus der autobiografischen "Melrose"-Reihe nicht mit dem englischen Hochadel, sexuellem Missbrauch und Drogenkonsum beschäftigt, sondern sich ganz dem britischen Literaturbetrieb widmet. Mit einer der renommiertesten Literaturauszeichnungen der Welt, dem Elysia-Preis, soll der beste Roman des Jahres prämiert werden.

Mittwoch, August 20, 2014

Dave Eggers: "Der Circle"

"Geheimnisse sind Lügen." 
"Teilen ist Heilen." 
"Privatsphäre ist Diebstahl." 
Das sind die goldenen Regeln des Circles. Drei Slogans, mit denen Eggers nicht nur auf Orwells "1984" verweist, sondern die Idee eines Überwachungsstaates auch ins digitale Zeitalter überträgt. Doch längst ist es nicht mehr "Big Brother", der alles und jeden beobachtet. Wir selbst werden zu Schöpfern einer gläsernen Welt, in der nichts mehr dem einzelnen gehört.

Sonntag, August 17, 2014

Was nervt IV


Es ist offensichtlich: Ich bin ein sehr positiv denkender Mensch. In allem kann ich nur das Gute sehen. Stets versprühe ich gute Laune und freue mich meines Lebens. Nichts und niemand kann mich und mein Gleichgewicht aus der Ruhe bringen. Immerzu möchte ich mit Alfred Jodokus singen "Warum bin ich so fröhlich?"

Sonntag, Juli 20, 2014

Cat Content ist guter Content

Als ich im Februar den Artikel über den „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2013“ veröffentlichte, hatte ich ein gutes Gefühl. Mehrere Monate waren vergangen, seitdem ich das letzte Mal gebloggt hatte. Ich dachte, dieser Artikel nun wäre ein wichtiger Schritt: eine Wende für meinen Blog und das Ende meiner - es hilft mir, es euphemistisch zu formulieren - Enthaltsamkeit.

Doch nur wenige Tage später hatte sich mein Hochgefühl verflüchtigt. Der Blog fristete sein Dasein. Verwahrloste, während sich meine einzigen schriftlichen Ergüsse - außerhalb der Arbeit - auf kurze Nachrichten via Facbeook oder WhatsApp beschränkten.

Donnerstag, Februar 06, 2014

Der ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres

Zuerst dachte ich „Das erotische Potential meines Kleingärtnervereins“. Der wird‘s. Dann stieß ich auf „Die Kunst mit einem Hummer spazieren zu gehen“ und ich revidierte meine Meinung. Der war noch besser. Kurz darauf stolperte ich über „Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter“, dann über „Wir hatten nix, nur Umlaute“ und schließlich warf ich alles über den Haufen und fing nochmal von vorne an.

Seit heute steht sie: Die Longlist für den „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2013“.